Aktuelles aus der Werkstatt (1.10.2026)
Auf Motivsuche in der Sommermilchstraße
Im Grunde genommen setzte ich meine astrofotografischen Bemühungen dort fort, wo sie im August geendet hatten: im Badezimmer des oberen Stockwerkes, das nach Süden orientiert ist. Von dort hatte ich gegen Mitternacht eine tolle Aussicht auf die Sommermilchstraße, ein gefundenes Fressen für jeden Deepsky-Fotografen, allerdings mit drei gravierenden Hindernissen, nämlich der Baumkulisse im Vordergrund, dem engen Fensterrahmen und der Straßenlaterne direkt außerhalb des Bildes im Osten, letztere immer gut für Farbgradienten im Bild. Bereits seit Anfang September experimentierte ich mit meinen technischen Möglichkeiten. Eigentlich blieb wieder nur eine Variante übrig. Das war eine astromodifizierte Kamera plus kleinem Tele, montiert auf dem schweren Weihnachtsbaumständer und der platziert draußen auf dem Fensterbrett; alles in allem ein Kompromiss gegensätzlicher Erfordernisse, bei dem heftigen Ostwind nicht ganz ohne Risiko eines Absturzes des gesamten Instrumentariums in die Tiefe. Die Kamerasteuerung erfolgte bei offenem Fenster händisch in 10er-Intervallen, da sich Kamera und Smartphone nicht "pairen" ließen.
Im Grunde genommen setzte ich meine astrofotografischen Bemühungen dort fort, wo sie im August geendet hatten: im Badezimmer des oberen Stockwerkes, das nach Süden orientiert ist. Von dort hatte ich gegen Mitternacht eine tolle Aussicht auf die Sommermilchstraße, ein gefundenes Fressen für jeden Deepsky-Fotografen, allerdings mit drei gravierenden Hindernissen, nämlich der Baumkulisse im Vordergrund, dem engen Fensterrahmen und der Straßenlaterne direkt außerhalb des Bildes im Osten, letztere immer gut für Farbgradienten im Bild. Bereits seit Anfang September experimentierte ich mit meinen technischen Möglichkeiten. Eigentlich blieb wieder nur eine Variante übrig. Das war eine astromodifizierte Kamera plus kleinem Tele, montiert auf dem schweren Weihnachtsbaumständer und der platziert draußen auf dem Fensterbrett; alles in allem ein Kompromiss gegensätzlicher Erfordernisse, bei dem heftigen Ostwind nicht ganz ohne Risiko eines Absturzes des gesamten Instrumentariums in die Tiefe. Die Kamerasteuerung erfolgte bei offenem Fenster händisch in 10er-Intervallen, da sich Kamera und Smartphone nicht "pairen" ließen.
"Innenansicht" Sommermilchstraße am 7.9.26 22h04 - 22h09
(hier habe ich die Flugzeugspuren einfach mal drin gelassen)
aufgenommen mit EOSM200a + Canon Teleobjektiv bei f=15 mm 1:3.5 ISO 6400 t=10 s (einzelnes jpg-Bild)
Sequator-Stack von 16 jpg-Einzelaufnahmen, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
bei dem hellen Stern mit dem "Spike" handelt es sich um den Hauptstern des Sternbildes "Adler" namens Altair
(Deneb, Sadr und Vega sind knapp nördlich außerhalb des Bildes)
(hier habe ich die Flugzeugspuren einfach mal drin gelassen)
aufgenommen mit EOSM200a + Canon Teleobjektiv bei f=15 mm 1:3.5 ISO 6400 t=10 s (einzelnes jpg-Bild)
Sequator-Stack von 16 jpg-Einzelaufnahmen, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
bei dem hellen Stern mit dem "Spike" handelt es sich um den Hauptstern des Sternbildes "Adler" namens Altair
(Deneb, Sadr und Vega sind knapp nördlich außerhalb des Bildes)
Problematisch erwies sich bei der kurzen Brennweite die Fokussierung: Ich musste das mangels einer geeigneten Lichtquelle am Kamerastandort von der Auffahrt aus an der Ortsbeleuchtung einer Nachbargemeinde erledigen. Erstaunlich war, dass die Scharfstellung auch die anschließende Montage der Kamera auf dem Christbaumständer unverändert überstanden hat. Insgesamt hatte ich 40 Einzelbilder gemacht. Am Ende war ich froh, dass ich 16 davon verwenden konnte. Der Rest ist in den aus Südwest heranziehenden Wolken untergegangen. Gut zu erkennen sind die charakteristischen roten Gasnebel (Sternentstehungsgebiete) und die dunklen Staubwolken der Milchstraße sowie die Vordergrundsterne aus unserer "Nachbarschaft".
Zur Erinnerung: Die Milchstraße ist nur eine unter vielen Milliarden Galaxien. Genauer gesagt handelt es sich um eine Balkenspirale von rund 100000 LJ Durchmesser mit einem "Schwarzen Loch" im Zentrum. Ihre Form ähnelt einem Diskus. Unsere Sonne befindet sich in einem Spiralarm etwa 27000 LJ vom Zentrum entfernt. Wir sehen die Milchstraße also etwa in einer 360-Grad-Innenansicht.
Mein nächstes Foto-Objekt war der Planetarische Nebel M27, der in dem obigen Übersichtsfoto der Milchstraße nördlich von "Altair" kurz vor dem Bildrand zu Hause ist. Eigentlich hatte ich ihn nur als Testobjekt für die Nachführungsgenauigkeit der Montierung ausgewählt. Ergebnis: Test bestanden. Bei M27 handelt es sich um den Rest eines nach Aufbrauchen seines nuklearen Brennstoffes explodierten alten sonnenähnlichen Sternes.
Zur Erinnerung: Die Milchstraße ist nur eine unter vielen Milliarden Galaxien. Genauer gesagt handelt es sich um eine Balkenspirale von rund 100000 LJ Durchmesser mit einem "Schwarzen Loch" im Zentrum. Ihre Form ähnelt einem Diskus. Unsere Sonne befindet sich in einem Spiralarm etwa 27000 LJ vom Zentrum entfernt. Wir sehen die Milchstraße also etwa in einer 360-Grad-Innenansicht.
Mein nächstes Foto-Objekt war der Planetarische Nebel M27, der in dem obigen Übersichtsfoto der Milchstraße nördlich von "Altair" kurz vor dem Bildrand zu Hause ist. Eigentlich hatte ich ihn nur als Testobjekt für die Nachführungsgenauigkeit der Montierung ausgewählt. Ergebnis: Test bestanden. Bei M27 handelt es sich um den Rest eines nach Aufbrauchen seines nuklearen Brennstoffes explodierten alten sonnenähnlichen Sternes.
M27 "Hantelnebel" im Sternbild Vulpecula (Fuchs) 11.9.26 0h00 E=1300 LJ
30 x 30 sec (raw) 203/400 RASA + Breitbandfilter + EOSM200a ISO6400
gestackt mit DSS, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
30 x 30 sec (raw) 203/400 RASA + Breitbandfilter + EOSM200a ISO6400
gestackt mit DSS, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
Zwischen "Sadr" und "Deneb" befindet sich in der Sommermilchstraße unter der Katalogbezeichnung NGC6914 ein attraktiver Nebelkomplex aus Emissions- und Reflexionsnebeln. In dem eingangs zu sehenden Übersichtsbild liegt auch er etwas außerhalb. "Schuld" daran ist die obere Begrenzung des Bildes durch das Badezimmerfenster. Man muss sich ja auch noch steigern können. Für die Nachbearbeitung des rohen Summenbildes von NGC6914 habe ich auch verschiedene KI-Tools von Photoshop hinsichtlich ihrer Eignung betr. Nachvergrößerung, Entrauschen und Schärfung ausprobiert: Die Bäume (und auch "Sterne") wachsen nicht in den Himmel! Es handelte sich aber auch nicht um speziell für Astrofotos trainierte Werkzeuge.
Nebelkomplex NGC6914 im Sternbild "Cygnus" 14./15.9.26 23h18-0h15
146x30sec (raw) 203/400 RASA + Breitbandfilter + EOSM200a ISO6400
gestackt mit DSS, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
146x30sec (raw) 203/400 RASA + Breitbandfilter + EOSM200a ISO6400
gestackt mit DSS, nachbearbeitet mit Photoshop und Fitswork
Gegen Monatsende habe ich mich noch an der aktuellen Supernova in der Galaxie NGC7331 versucht. Wetter und Mondschein bedingt gab es leider qualitativ nur unbefriedigende Ergebnisse.