Aktuelles aus der Werkstatt (1.11.2025)
Heureka!
Früher war der Monat Oktober immer mit dem Begriff "Indianersommer" verbunden. Das konnte man in diesem Jahr so nicht sagen, auch weil er wohl die Niederschlagsdefizite der letzten Zeit rein rechnerisch mehr als ausgeglichen hat. Klima-Erwärmung hatten sich die Meisten eigentlich anders vorgestellt. Jedenfalls gab es weder für Bauern noch für Sternenfreunde einen echten Grund zur Freude. Bei mir kam speziell hinzu, dass ich seit einigen Wochen ohne Fernrohr auskommen musste. Als letzte Hoffnung blieben mir da noch die Sternschnuppen in Gestalt der Orioniden und drei vielversprechende Kometen, nämlich "Swan", "Atlas" und "Lemmon". Um es kurz zu machen: Ich habe keine einzige Sternschnuppe gesehen, und auch keinen Jahrhundertkometen. Außer C/2024 A6 (Lemmon) war keiner von dem "Dreigestirn" mit dem bloßen Auge sichtbar, und der auch nur unter optimalen Sichtverhältnissen und wenn man genauer wusste, wo er sich verborgen hielt. Tatsächlich war er so etwas wie der "Einäugige unter den Blinden", und es gibt sogar wirklich eindrucksvolle Fotos, aber ausschließlich mit längerer Belichtung und längeren Brennweiten, sogar aus unserer Gegend, jedoch nicht von mir. Lediglich einen ersten Schnappschuss konnte ich am 18. Oktober mit einem Weitwinkelobjektiv anbringen. Wider Erwarten bot sich am 30. noch einmal eine Gelegenheit. In beiden Fällen habe ich Lemmon weder mit bloßem Auge noch im Fernglas gesehen. Dafür sorgten schon Hintergrundaufhellung und Wolkenschleier. Aber ich hatte vorher in der Sternkarte nachgeschaut, wohin ich den Fotoapparat ausrichten musste. Erst nachträglich bei der Durchmusterung meiner Bildergebnisse habe ich den Kometen dort tatsächlich als grünes Fleckchen entdeckt. Heureka! Ein wahres Blind-Date! Jedoch gibt es so bald kein Wiedersehen: Lemmons Bahn führt ihn vermutlich in die Unendlichkeit zurück …
Früher war der Monat Oktober immer mit dem Begriff "Indianersommer" verbunden. Das konnte man in diesem Jahr so nicht sagen, auch weil er wohl die Niederschlagsdefizite der letzten Zeit rein rechnerisch mehr als ausgeglichen hat. Klima-Erwärmung hatten sich die Meisten eigentlich anders vorgestellt. Jedenfalls gab es weder für Bauern noch für Sternenfreunde einen echten Grund zur Freude. Bei mir kam speziell hinzu, dass ich seit einigen Wochen ohne Fernrohr auskommen musste. Als letzte Hoffnung blieben mir da noch die Sternschnuppen in Gestalt der Orioniden und drei vielversprechende Kometen, nämlich "Swan", "Atlas" und "Lemmon". Um es kurz zu machen: Ich habe keine einzige Sternschnuppe gesehen, und auch keinen Jahrhundertkometen. Außer C/2024 A6 (Lemmon) war keiner von dem "Dreigestirn" mit dem bloßen Auge sichtbar, und der auch nur unter optimalen Sichtverhältnissen und wenn man genauer wusste, wo er sich verborgen hielt. Tatsächlich war er so etwas wie der "Einäugige unter den Blinden", und es gibt sogar wirklich eindrucksvolle Fotos, aber ausschließlich mit längerer Belichtung und längeren Brennweiten, sogar aus unserer Gegend, jedoch nicht von mir. Lediglich einen ersten Schnappschuss konnte ich am 18. Oktober mit einem Weitwinkelobjektiv anbringen. Wider Erwarten bot sich am 30. noch einmal eine Gelegenheit. In beiden Fällen habe ich Lemmon weder mit bloßem Auge noch im Fernglas gesehen. Dafür sorgten schon Hintergrundaufhellung und Wolkenschleier. Aber ich hatte vorher in der Sternkarte nachgeschaut, wohin ich den Fotoapparat ausrichten musste. Erst nachträglich bei der Durchmusterung meiner Bildergebnisse habe ich den Kometen dort tatsächlich als grünes Fleckchen entdeckt. Heureka! Ein wahres Blind-Date! Jedoch gibt es so bald kein Wiedersehen: Lemmons Bahn führt ihn vermutlich in die Unendlichkeit zurück …
30.10.2025 18h19h Komet C/2025 A6 (Lemmon) zwischen aufziehenden Wolken am Westhorizont
EOSM200 + 22 mm "Pancake"-Objektiv auf Stativ 1 x 8sec (raw) 1:2.5 ISO800
endbearbeitet mit Photoshop + Plugins
EOSM200 + 22 mm "Pancake"-Objektiv auf Stativ 1 x 8sec (raw) 1:2.5 ISO800
endbearbeitet mit Photoshop + Plugins
Infolge der astrofotografischen Zwangspause hätte ich eigentlich genug Zeit für ein allgemeines Update der Website gehabt. Das war aber leichter gesagt als getan, denn da mussten erst einige "Web"-Probleme gelöst werden. So hatte mein Webhoster den Besitzer gewechselt, und der neue führte einige Veränderungen (u. a. durch Nutzung von "KI") insbesondere bei Baukasten und Support ein, sodass ich mich nach der Trial & Error-Methode erst mühsam wieder einarbeiten musste. Dabei bin ich knapp an einem Totalschaden der Skyhunterseite vorbeigeschrammt. Ähnlich erging es mir mit dem Sicherheitszertifikat. Endlich hab ich es! Die nächste Baustelle war der Umstieg auf Windows11 mit allen seinen unerwarteten Nebenwirkungen. Und warum meine Mails teilweise nicht mehr zugestellt wurden und ich davon auch nur zufällig erfuhr, ist bis heute nicht geklärt. Ich schicke daher meine Aktualisierungs-Mail vorsichtshalber doppelt mit zwei Absenderadressen. Also nicht wundern.